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Die Kommunale Einkommenssteuer - starke regionale Unterschiede

Wie auf der Seite Lohnsteuer und Sozialabgabe angeführt, ist in Schweden die Kommunale Einkommenssteuer die wichtigste Einnahmequelle der öffentlichen Haushalte. Im Gegensatz zur staatlichen Einkommenssteuer gibt es kaum Freibeträge (die sind bei Einkommen aus Arbeit allerdings etwas höher als bei Krankengeld, Pensionen oder Arbeitslosengeld).

Die Kommunale Einkommensteuer setzt sich dabei aus zwei Teilen zusammen: 1. der kommunale Teil und 2. die Steuer für den Landsting, der u.a. für die Gesundheitsfürsorge und den Nahverkehr zuständig ist. Die Grenzen der Landsting entsprechen geographisch denen der Län (Provinzen).

Wie bereits angeführt stellt Gotland einen Sonderfall dar, da der Landsting Gotland nur aus einer Kommune - Gotland - besteht.

Im Schwedischen benennt man übrigens den Steuersatz nicht in Prozent, sondern in Krone und Öre - impliziert von hundert (Kronen). Die Kommunale Einkommenssteuer liegt dann also beispielsweise bei 30 Kronen, nicht bei 30 % und sie steigt oder fällt nicht um 0,5 %, sondern um 50 Öre.

Folgend eine Karte zur gesamten Kommunalen Einkommenssteuer. Je dunkler die Färbung, desto höher ist die Steuer. Es ist leicht zu erkennen, dass die Bewohner der dünnbesiedelten Kommunen eine wesentlich höhere Steuerlast zu tragen haben. Das liegt teils an den geringeren Einkünften und teils an den höheren Infrastrukturkosten per capita in ländlichen Gebieten. Dazu kommt die höhere Arbeitslosigkeit - vor allem im Norden und die daraus resultierende ungünstigere demographische Struktur in den betroffenen Gebieten (Abwanderung und damit geringerer Anteil von Personen im arbeitsfähigem Alter). Daher gibt es analog zum Länderfinanzausgleich in Deutschland einen gewissen Ausgleich zwischen den armen, ruralen Kommunen (meist im Norden) und den reichen urbanen.