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Versprechen nicht gehalten - weg mit der Statistik

von Sören Padel

Im letzten Jahr ist 12.000 langzeitkrankgeschriebene Schweden, darunter auch Palliativpatienten im finalen Krankheitsstadium, im Rahmen der "utförsäkring" ("Ausversicherung") das Krankengeld gestrichen worden. Sie sollten sich in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen integrieren. Die Regierung versprach, dass nur einige von ihnen, vielleicht 1.000, mit finanziellen Einbußen zu rechnen hätten. Im Laufe des Jahres erwies sich jedoch, dass 5.400, also beinahe die Hälfte der Betroffenen, teilweise herbe Kürzungen ihres Budgets hinnehmen müssten. Über 2.000 haben gar kein Einkommen mehr. Nun ist das Problem gelöst - es werden nicht länger Daten über die Einkommenssituation der "Ausversicherten" erstellt. Problem erkannt - Gefahr gebannt!

Es gibt in Schweden übrigens auch keine Statistik über die Leukämiefälle in der Nähe von AKW:s, keine Statistik über die Wirkungen des Alkoholmonopols des Staates, sprich, ob das Handelsmonopol der öffentlichen Hand wirklich zu weniger Suchtproblemen führt, keiner fragt sich, wie welche Energiepolitik den Arbeitsmarkt quantitativ beeinflussen würde usw. Es ist eben ein sehr idyllisches Land, auch ohne Statistik.

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=4288781

 


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