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Verschlechterter Tierschutz - verbesserter Schutz für Tierquäler

von Sören Padel

Tierschutz kostet Geld und wird von vielen Erzeugern daher als lästig betrachtet. Was hilft da besser als eine handlungsfähige Regierung. Diese überführte die Tierschutzkontrollen von den Kommunen auf den Staat. Führten die Kommunen im Jahre 2008 noch 23.000 Kontrollen durch, brachte es der Staat im Jahre darauf auf nur noch 13.000 Inspektionen. Nun warnt das Landwirtschaftsamt vor der verschlechterten Situation und weißt darauf hin, dass die EU-Tierschutzrichtlinien auch in Schweden gelten. Besonders wird kritisiert, dass der Staat beinahe genauso viel Personal für die Kontrollen einsetzte wie einst die Kommunen ohne einen guten Tierschutz bieten zu können.

Gleichzeitig werden Tierschützer, die im Jahre 2009 in den Hof des damaligen Chefs von Swedish Meats, Lars Hultström, eindrangen, um dort Bilder Missstände in der Haltung zu dokumentieren, auf Geldzahlungen verklagt. Die schockierenden Bilder, unter anderem von in den Boxen liegenden verletzten Tieren und Tierkadavern, führten dazu, dass Hultström seinen Posten räumen musste. Die gegen ihn eingeleitete Voruntersuchung wegen Verstoßes gegen die gesetzlichen Regelungen zur Nutztierhaltung wurden jedoch eingestellt. Nun verklagt Hultström die Tierschützer auf Schadensersatz in Höhe von 948.000 SEK (cirka 107.000 Euro) wegen des "Einbruches".

 

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=83&artikel=4382263

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=87&artikel=4384579

Bilder von Hultströms Firma gibt es hier:

http://www.djurrattsalliansen.se/inrikes/nytagna-bilder-fran-blackstaby-gris-ab-atalet-nedlagt-men-brottet-bestar.html

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