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Schwedische Splittergranate ist neuer Exportschlager

von Sören Padel

Der neue Granatntyp für den Granatwerfer "Carl Gustaf" beinhaltet 1.100 Stahlprojektile. Seitdem zwei Granaten dieses Typs 25 Menschen in Afghanistan töteten, wird diese Waffe von US-Soldaten als "Fleischwolf" bezeichnet. Diese Waffe hat allerdings ähnlich wie Minen das Risiko, Unbeteiligte zu verletzen oder zu töten. Amnestie International will daher diesen Typ Streumunition verbieten, die UN ein solches Verbot untersuchen. Die schwedische Behörde, die für die Exportkontrolle zuständig ist (Inspektion für strategische Produkte, ISP), sieht in der Ausfuhr dieser Granate keine Probleme, teilt aber nicht mit, in welche Länder der Verkauf derzeit erfolgt. Gleichzeitig weigert sich die schwedische Armee, diese Waffe aufgrund ihrer Risiken für nicht an Kämpfen Beteiligte, in ihren Bestand aufzunehmen. Und genau dadurch bricht laut Friedensaktivistin Anna Ek der Export gegen das schwedische Waffenausfuhrgesetz, welches die Produktion von Waffen alleine zum Zwecke des Exports ausdrücklich verbietet. Die ISP ihrerseits sieht in der Herstellung und im Export lediglich eine Komplettierung des auch von der schwedischen Armee benutzen Granatwerfers "Carl Gustav" und daher keinen Verstoß gegen herrschendes Recht.

 

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=83&artikel=4364620

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