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Die Spitze der Sozialdemokratie tritt zurück

von Sören Padel

Die Vorsitzende der schwedischen Sozialdemokraten (S), Monika Sahlin, hat ihren Posten zur Verfügung gestellt und den restlichen Parteivorstand aufgefordert, ihrem Beispiel zu folgen. Sie folgt damit einer Initiative der schwedischen "Jusos" und zieht so die Konsequenzen aus dem historisch schlechtem Wahlergebnis bei der Reichstagswahl im September diese Jahres. S ist zwar immer noch - mit sehr geringem Vorsprung vor den bürgerlichen Moderaten - die stärkste Partei im Lande. Aber es sieht so aus, als ob die Sozialdemokraten ihre Sonderstellung in Schweden für immer eingebüßt hätten. Sicherlich ist der Niedergang der Sozialdemokratie kein schwedenspezifisches Problem, man denke nur an die ebenfalls "historischen Ergebnisse" der SPD in Deutschland, doch kein Land ist im 20. Jahrhundert so stark von einer sozialdemokratischen Partei geprägt worden wie Schweden.

Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich dieser Rücktritt in den deutschen Medien widerspiegelt. In dieser Woche kamen ja auch die "Enthüllungen" über das Privatleben von König Bernadotte, die in Deutschland ja durchaus auf Aufmerksamkeit gestoßen sind; es scheint also eine aktive deutsche Berichterstattung aus Schweden zu geben. Schauen wir mal ...

http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2108&grupp=2397&artikel=4173374

 


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